letzte Aktualisierung 
24.11.2015

Reitergruppe Heimarshausen

 Im Galopp dem Anis nach

Aufgeregt tänzeln die Pferde unter ihren Reitern im stilvollen schwarzen und roten Dress. In respektvoller Entfernung der Hufe toben die Hunde der Geiseltal-Beagle-Meute ungeduldig. Nach einem Jahr Pause erklingt wieder das Jagdsignal von den Petersberger Parforcebläsern, "Aufbruch zur Schleppjagd".
Nach der Begrüßung von Werner Sauer von der Heimarshäuser Reitergruppe ist die Jagd zu Pferde hinter den schnellen Hunden jetzt freigegeben.

"Das ganze Dorf macht mit, angefangen von den Landfrauen bis hin zur Feuerwehr."

25 feste Hindernisse können, müssen jedoch nicht auf dem 15 Kilometer langen Ritt in der Heimarshäuser Gemarkung überwunden werden. Um Hunde und Pferde zu schonen, gibt es zwischendurch kurze Trabstrecken. Auf Traktorenanhängern begleiten interessierte Zuschauer die Reiter und können so hautnah die Geschehnisse besonders an den Hindernissen verfolgen.

Das Wild hat seine Ruhe

Schleppjagd – da denkt man an englische Lords, die zu Pferd dem Wild hinterher preschen. In Heimarshausen gibt es bei der Schleppjagd zwar eine Hundemeute, aber lebendes Wild wird nicht gejagt. "Seit 1934 ist das in Deutschland verboten", sagt Werner Sauer.

Jetzt wird eine künstliche Fährte, die Schleppe, mit einer Flasche am Sattel, aus der Anis auf die Erde tropft, gelegt. Die Hunde sind darauf abgerichtet. Inzwischen ist die Schleppjagd in Heimarshausen zu einem Volksfest geworden. Werner Sauer: "Das ganze Dorf macht mit, angefangen bei den Landfrauen bis hin zur Feuerwehr." Beim Jagdausklang werden die Hunde mit dem Currée (Innereien von erlegtem Wild) belohnt, die Pferde mit Heu und Wasser und die zahlreichen Besucher auf dem Betriebsgelände Sauer feiern mit gutem Essen und Getränken bis in die Abendstunden.

Jagd blieb unfallfrei

Den Eichenbruch überreicht Werner Sauer allen 57 Reitern, darunter einige von der ehemaligen Berliner Reiterstaffel, und bedankt sich für ihr sportliches Verhalten während der Parforcejagd, die ohne Unfälle zu Ende ging. Besonders dankbar war Werner Sauer den Landwirten und Forstleuten, die ihre Zustimmung zu diesem reiterlichen Ereignis gaben.

Quelle: Artikel vom 25.09.2006 aus http://www.hna.de

 

weitere Aufnahmen von der Schleppjagd 2006

         

         

         

         

         

         

         

 
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